Der Weg ist das Ziel ...

... und jeder Weg ist anders



FLOW

"Im Fluss des Lebens weitergeh'n, schauen immer neu. Gemeinsam merken, was es braucht. Dem Herzen bleib ich treu."**
(Quelle: mir unbekannt)

Ich habe diese Unterseite "Flow" genannt, weil ich hier das niederschreibe, was tatsächlich im Flow entsteht. Wenn du von mir informiert werden willst, sobald ich hier wieder etwas veröffentliche oder du mir Feedback zu meinen Gedanken geben magst, schreib mir sehr gerne eine Mail.

WERTschätzung statt BeWERTung

(29.11.2021)

Ich will heute uns allen den Impuls mitgeben, immer wieder innezuhalten und uns bewusst zu machen, ob wir gerade dabei sind, jemanden oder etwas zu bewerten oder wertzuschätzen. Es liegt an uns, wie wir uns entscheiden! Und es macht einen spürbaren Unterschied für uns und für andere!

Das bestätigt beispielsweise die Rückmeldung eines Schulleiters letzten Freitag am Ende eines virtuellen Schulbesuchs im Bewerbungsprozess um das STARK-Gütesiegel für Schulen, die sich in besonderem Maße für Resilienz und Stresskompetenz ihrer Schüler*innen einsetzen. Ich habe an diesem Schulbesuch als Jurymitglied teilgenommen und mich so sehr gefreut, dass dieser Schulleiter sich am Ende für unseren Besuch bedankte und meinte, er habe sich von der Jury während des gesamten Besuchs durch unsere Fragen und Rückmeldungen nie in einer Bewertungssituation gefühlt, sondern vielmehr unser Interesse und unsere Wertschätzung gespürt. Ja, auch wenn es sicher immer Dinge gibt, die noch besser gemacht werden können, so kommt es doch in erster Linie darauf an, das wertzuschätzen, was bereits ist. Und wenn dies zum Wohle von uns allen und den uns Anvertrauten ist, fällt das natürlich doppelt leicht.

Wann hast du zuletzt gewertschätzt statt zu bewerten?

Gewalt endet erst dann, wenn wir aufhören Opfer oder Täter zu sein.

(27.11.2021)

Dieser Gedanke in einer ähnlichen Formulierung ist mir erstmals diesen Sommer begegnet. Ich habe ihn an einem Morgen während einer Glücksworkshopwoche für 9-12-jährige Schüler*innen "zufällig" gelesen.

Weil die gesamte Workshopgruppe sich gefühlt nur mit Gewalt verständigen konnte, verbal wie körperlich, habe ich den Tag dann genau mit diesem gedanklichen Impuls begonnen. Ich habe den Kindern gesagt, dass ich in der Früh diesen Satz gelesen habe und sie gefragt, ob sie mir vielleicht helfen können, zu verstehen, was er denn bedeuten soll. Mindestens ein Schüler hat ihn sehr genau verstanden und dies auch für alle anderen wunderbar trefflich erklärt.

Derzeit bin ich an zwei sozialen Brennpunktschulen in München tätig. Auch in den Kindern und Jugendlichen, die mir dort begegnen steckt so viel Weisheit, Potential und - um es mit einer dem Kontext angemessenen Sprache auszudrücken - "Sozialkompetenz". Aber wie sollen sie lernen, davon Gebrauch zu machen, wenn sie tagtäglich so viel "Gewalt" vorgelebt bekommen und erfahren, wenn von ihnen geradezu eingefordert wird, sich weiter gemäß ihrer Rolle als "Untergebene" und "Gleichgeschaltete"* zu verhalten, wenn der Ausdruck ihres individuellen SEINS nicht erwünscht ist?

Aktuell schwirrt mir der Gedanke, dass Gewalt erst enden kann, wenn wir aufhören Opfer und Täter zu sein besonders oft durch den Kopf. Was sich derzeit in unserer Gesellschaft auf verschiedensten Ebenen abspielt ist leider geprägt von großer Gewalt, die von vielen gar nicht als solche identifiziert wird. Wahrscheinlich, weil es schon so "normal" für uns geworden ist.

Für die unterschiedlichen Formen und Ausprägungen dieser Gewaltakte, dafür wie jede*r einzelne handelt, gibt es, selbst wenn sie von anderen oder auch dem oder der Handelnden selbst oft nicht verstanden werden (wollen/können), gute Gründe und Erklärungen. Entsprechend kann man auch niemandem einen Vorwurf für sein Verhalten machen.

Was wir jedoch alle lernen können und wozu ich hier und heute "Opfer" und "Täter" gleichermaßen auffordern möchte, ist uns bewusst zu machen, dass wir alle so wie wir sind wertvoll und liebenswert sind. Wenn wir diese Haltung mehr und mehr verinnerlichen, werden uns andere immer weniger verletzen können und werden auch wir anderen gegenüber immer weniger verletzend sein.

Denn was in dieser Welt derzeit dringender denn je gebraucht wird ist ein liebevoller, wertschätzender Umgang und der fängt nunmal bei uns selbst an, bei jedem und jeder einzelnen von uns!

Ich bin so dankbar dafür, Menschen fast aller Altersgruppen und in den unterschiedlichsten Lebenssituationen dabei unterstützen zu dürfen, sich Schritt für Schritt ihres eigenen Wertes bewusst zu werden, sich selbst zu ermächtigen und lieben zu lernen, um auch anderen in Liebe begegnen zu können und sich als selbstwirksam zu erleben. Es erfüllt mich mit unfassbarer Freude miterleben zu dürfen, wie die Menschen, die ich begleiten darf, sich entfalten und wie das dann auch ihr Umfeld positiv beeinflusst! Und das wiederum lässt mich hoffen, dass noch so viel mehr möglich ist, dass wir gemeinsam immer weitere Kreise eines von Liebe geprägten Miteinanders ziehen werden!

Wo hast du in letzter Zeit erlebt, dass gelebte Liebe und Wertschätzung "Gewalt" überwindet?

*Auch wenn dieser Begriff eine starke Konnotation mit dem NS-Regime aufweist, beziehe ich mich hier auf ein Bild aus der Elektrotechnik, wo nach meinem Verständnis Gleichschaltung etwas Lineares, in eine vorgegebene Richtung ausgerichtetes beschreibt.

(31.10.2021)

Meine Handykamera war schon eine Weile defekt. Ich wollte das Gerät eigentlich diese Woche zum Reparieren bringen. Da hat es doch einfach - noch bevor ich alles sichern konnte - beschlossen, sich plötzlich auszuschalten. Und als ich das Teil dann endlich wieder angekriegt habe, hat es mein Passwort nicht mehr angenommen und mir jeglichen Zugriff verweigert. Einige Daten, Chatverläufe usw. sind jetzt also futsch.

Auch wenn auf diesem Gerät so ziemlich ALLES drauf ist, war ich durch diesen Verlust aber irgendwie gar nicht so sehr beunruhigt. Viel mehr gestresst hat es mich, nicht zu wissen, was dahintersteckt und ob sich womöglich jemand anderes Zugriff auf alle meine Daten verschafft hatte. Entsprechend hatte ich einen leichten Anflug von Ohnmachtsgefühl und existentieller Angst. Räumte etwa gerade irgendwer meine Bankkonten leer und ich konnte nichts dagegen tun? Kurzzeitig fühlte ich mich mit der Gesamtsituation überfordert. Auch bei den diversen Hotlines, die ich zwischendurch und auch spätabends noch angerufen habe, konnte niemand mir wirklich weiterhelfen.

In der akuten Stresssituation hat es mir geholfen, immer wieder ganz bewusst zu atmen. Der Atem ist tatsächlich meine Ressource Nr. 1. Auch die moralische Unterstützung eines Freundes aus der Ferne, selbst wenn er das Problem als solches auch nicht beheben konnte, war so hilfreich. Als klar war, dass ich aktiv vor dem nächsten Tag eh nichts mehr unternehmen konnte, habe ich entschieden, mir einfach keine Sorgen zu machen (hierzu liebe ich folgendes Video: https://www.youtube.com/watch?v=9YRjX3A_8cM) und mich auf angenehmere Dinge zu konzentrieren. Und ob du es glaubst oder nicht, ich habe dann die verbleibenden Stunden bis zum nächsten Morgen tatsächlich entspannt geschlafen.

Du siehst, auch ich, die ich fast täglich andere Menschen dabei unterstütze, mit den Herausforderungen in ihrem Leben einen gesunden Umgang zu finden, sehe mich immer wieder mit kleineren und größeren Herausforderungen konfrontiert. Wo ich früher dachte, alles alleine meistern und sofort eine Lösung parat haben zu müssen, darf ich nun immer wieder voller Dankbarkeit erleben, wie wichtig, hilfreich und heilsam es ist, mich dabei in welcher Form auch immer von anderen unterstützen zu lassen, loszulassen und zu akzeptieren, was sich nicht ändern lässt, gelassen und geduldig zu bleiben und schlichtweg dem Leben zu vertrauen!

(25.10.2021)

Es gibt viele Antworten auf die Frage nach dem Sinn des Lebens und gleichzeitig tun sich viele Menschen schwer, überhaupt eine Antwort auf diese Frage zu finden.

Was wäre, wenn der Sinn des Lebens darin bestehen würde, zu heilen?

Die Heilung selbst findet in jedem und jeder einzelnen von uns statt, aber jede individuelle Heilung ist auch für andere spürbar und kann dadurch auch das Leben anderer positiv beeinflussen. Heilung ist gewissermaßen ansteckend!

Dennoch geschieht Heilung nicht von einem Moment zum nächsten und lässt sich auch nicht herzaubern. Heilung ist der Weg, auf dem du dich deinen Verletzungen zuwendest, damit sie heilen dürfen. Heilung geschieht, indem du lernst deine Verletzungen als Teil von dir und deiner Lebenserfahrung zu akzeptieren. Dazu gehört auch, dass du weder dich noch andere für das, was du erlebt hast, be- oder verurteilst.

Lerne mitfühlend mit dir und anderen zu sein! Schenke dem, was schmerzfrei in dir ist deine Aufmerksamkeit und nutze es als heilende Ressource auch für deine Verletzungen! Finde Schritt für Schritt immer mehr Frieden in dir, fang an, dein Potential zu leben und trage dadurch zu Frieden und Heilung in der Welt bei!

(23.10.2021)

Was, wenn die Schwierigkeiten in deinem Leben der Dünger für dein Wachstum wären?

Ich glaube, ich habe dieses Bild der Schwierigkeiten im Leben als Dünger für unser Wachstum von Thomas Hübl. Jedenfalls finde ich es sehr passend und kann dies nach eigener Erfahrung so unterschreiben.

Die Herausforderungen und Krisen unseres Lebens können uns in unserem Wachstum fördern, wenn wir denn einen konstruktiven Umgang damit finden. Dies ist eine lebenslange Aufgabe, denn wir alle werden in unserem Leben immer wieder mit neuen Schwierigkeiten konfrontiert. Entsprechend haben wir stetig Gelegenheit (über uns selbst hinaus) zu wachsen. Was für eine wundervolle Vorstellung, die auch zu deiner Realität werden kann!

Denn eine konstruktive, wachstumsfördernde Haltung kannst du lernen!

Ich freue mich, mit meinen Gedanken und Angeboten vielleicht auch ein bisschen Dünger für DEIN WACHSTUM sein zu dürfen!

(16.10.2021)

Immer wieder spannend, wieviel in unserer Sprache steckt ... Sich zu "ent-scheiden" hat etwas mit scheiden, loslassen, gehen lassen zu tun. Die Vorsilbe "ent-" bedeutet etwas rückgängig zu machen, in den Ausgangszustand zurückzuführen. Daraus leite ich ab, dass ich mich mit jeder bewussten Entscheidung, die ich treffe, wieder mehr meinem Ausgangszustand, also meinem Selbst, meinem wahren, heilen Kern (und dieser Kern ist per se "gut") annähern kann, wenn ich die Entscheidung denn tatsächlich aus mir eigenen Motiven für mich und eben nicht für andere und auf Basis von deren Motiven treffe.

Ich kann mich nur wirklich für mich entscheiden, wenn ich mich von dem verabschiede, was nicht zu mir gehört, nicht zu mir passt. Das ist hin und wieder auch schmerzhaft - scheiden tut bekanntlich weh -, aber es führt zu Klarheit und erzeugt dadurch positive Energie, Freude, Leichtigkeit ... wenn es denn die für mich richtige Entscheidung ist ... und wenn nicht: wie gut, dass ich mich jeden Moment neu entscheiden kann 😉.

Mich für mich, dich für dich zu entscheiden mag vielleicht egoistisch anmuten, ist es auch ... in gesunder Weise. Gleichzeitig dienen solch egoistische Entscheidungen dem Wohle aller. Jede Entscheidung, die wir für uns treffen ist auch eine Entscheidung für andere. Denn wenn es mir gut geht, wenn es dir gut geht, wirkt sich das auch positiv auf andere aus.

(8. Oktober 2021)

Viele Dinge könnten wir ändern und tun es nicht.

Manchmal sind tiefliegende Glaubenssätze oder prägende Erfahrungen aus unserer Kindheit dafür verantwortlich, dass es uns nicht gelingt zu ändern, was wir eigentlich ändern wollen.

Manchmal lässt sich der innere Schweinehund auch relativ leicht überwinden und es braucht nur jemanden, der uns dabei unterstützt, die ersten Schritte zu machen.

Selbst wenn wir an den Dingen, die uns widerfahren oder an den Umständen, in denen wir uns wiederfinden aktiv nichts ändern können, eines können wir immer tun: unsere Einstellung, unsere Haltung und damit unseren Umgang damit verändern.

Impulsgebende Impressionen eines Spaziergangs

(1. Oktober 2021)

Schatten haben lange Beine. Davonlaufen bringt nichts. Warum also nicht den Schatten einladen, mit ihm Richtung Licht gehen und gemeinsam leuchten?

(1. Oktober 2021)

Jeder Tag ist besonders. Jeder Tag ist einzigartig. Und doch gibt es Tage, die für uns noch bedeutsamer sind, an denen sich für uns entscheidende Dinge ändern.

Für mich ist heute solch ein besonderer Tag, an dem ich mich zum einen ganz bewusst daran erinnere, dass ich vor 15 Jahren erstmals Mutter geworden bin. Durch die Geburt meines Sohnes hatte ich von einem Moment zum nächsten eine neue Rolle inne und damit auch eine neue Verantwortung. So herausfordernd es auch ist, Mutter zu sein, so dankbar bin ich für dieses wundervolle Geschenk! 🙏

Zum anderen beginnt heute auch beruflich ein neuer Lebensabschnitt für mich. Denn auch wenn ich insbesondere in den letzten Wochen und Monaten immer mehr meinem Herzen gefolgt und bereits parallel meinen neuen Tätigkeiten nachgegangen bin, so ist dennoch heute der erste Tag, an dem ich mich offiziell nicht mehr Beamtin nennen darf. 18 Jahre lang habe ich mich zwar nie als solche gefühlt oder identifiziert, aber dennoch war ich es und bin gewissenhaft meinen Dienstpflichten nachgekommen. Ich bin dankbar für alles, was mich diese auf ihre Art besondere Zeit gelehrt und an "Vorteilen" mit sich gebracht hat und gleichzeitig froh, dieses Kapitel meines Lebens jetzt hinter mir zu lassen! 🙏

Woran möchtest du dich heute bewusst erinnern?

Was lässt du heute hinter dir?

Wofür bist du dankbar?

(24. September 2021)

Es ist, wie es ist. Egal, was dich gerade herausfordert: Dich darüber zu ärgern, dir Sorgen zu machen, es anders haben zu wollen, in den Widerstand zu gehen bringt dich nicht weiter. Um einen gesunden Umgang mit den Herausforderungen deines Lebens finden zu können, gilt es erstmal anzuerkennen, zu akzeptieren und dir zu erlauben, dass es eben jetzt gerade im Moment so ist, wie es ist. Erst aus dieser grundsätzlichen Akzeptanz und Erlaubnis kann sich dann etwas verändern. Erst wenn du akzeptierst, was ist und dir erlaubst, dich so zu fühlen, wie du dich gerade fühlst, so zu denken, wie du eben gerade denkst oder auch in einer Art und Weise zu handeln, wie du eben gerade handelst, selbst wenn du es dir anders wünschen würdest, können sich ungeahnte Lösungen auftun.

(20. September 2021)

Heute möchte ich dir von meinem Weg in Sachen "Investition in mich" erzählen. (Viel zu) Lange Zeit durfte, was ich mir "gegönnt" habe, wenig kosten. Am allerbesten gar nichts oder die Kosten wurden anderweitig übernommen, z.B. von der Krankenversicherung. Das ist ja grundsätzlich erstmal nicht verkehrt. Wenn ich mir überlege, wie oft ich dadurch dann aber Dinge gemacht und Maßnahmen ergriffen habe, obwohl ich kein gutes Gefühl dabei hatte, nur weil ich dadurch nichts oder nur wenig selber zahlen musste, dann finde ich das schon sehr erschreckend.

Die wertvollsten und nachhaltigsten Investitionen in mich waren tatsächlich die, über die ich genau zur richtigen Zeit in meinem Leben mehr oder weniger zufällig gestolpert bin und sofort gespürt habe, dass ich das machen will, dass mich das auf meinem Weg auf gesunde Weise weiterbringen würde. Wo ich dann nicht lange rumgefackelt, sondern mich einfach angemeldet habe. Kosten hin oder her. Natürlich hat sich dann dennoch auch wieder mein innerer Zweifler eingeschaltet und angefangen zu hinterfragen, ob es das wirklich wert sei, ob ich hier nicht Geld zum Fenster rausschmeiße.

Ich bin meinem Zweifler dankbar, dass er mich schützen will. Denn nichts anderes versucht er zu tun. Es ist dann an mir, das zu verstehen und einen konstruktiven Umgang mit seinen bzw. meinen Zweifeln und Bedenken zu finden.

Meine letzte "intuitive Investition" habe ich erst vor einer guten Woche getätigt, für ein Seminar, das sehr wohltuend und heilsam für mich war, wo ich wieder so viel Wertvolles lernen durfte, wovon ich mit Sicherheit noch lange auf meinem Weg zehren werde. Und dennoch wusste ich im Vorfeld nicht, worauf ich mich da einlasse. Und die Stimmen in mir, die Bedenken hatten, konnte ich selbst allzu gut verstehen. Denn das Timing für diese Investition war ein ganz besonderes.

Ich habe, wie du vielleicht weißt, nach 18 Jahren meine Entlassung aus dem Beamtentum beantragt, also ein System verlassen, das mir lange Jahre finanzielle Sicherheit gegeben hat. Ich bin aktuell an einem Punkt, wo ich nicht weiß, wie es in nächster Zeit um meine Finanzen bestellt sein wird. Aber ich vertraue darauf, dass es hier keinen Grund zur Sorge gibt, wenn ich nur gut mit mir selbst in Kontakt bleibe, gut für mich und mein inneres Gefühl der Sicherheit sorge. Ich vertraue mir und meiner Intuition. Bisher wurde ich dafür immer "belohnt", also wird es auch künftig so sein!

STELL DICH NICHT SO AN!

(19. September 2021)

Als Kind hatte ich Angst vor Spritzen. Ein Erlebnis ist mir in diesem Zusammenhang in besonderer Erinnerung. Ich wollte nicht geimpft werden, habe geschrien und mich mit Händen und Füßen gewehrt. Daraufhin wurde ich gegen meinen Willen von meiner Mutter und zwei Arzthelferinnen festgehalten und die Ärztin hat mir die Spritze in den Oberarm gerammt.*

Man vermittelte mir damals, dass ich mich nicht so anstellen solle. Keiner hat in dem Moment ernst genommen oder sich dafür interessiert, warum ich mich wehre. Durch diese und wer weiß wie viele andere Situationen in meinem Leben habe ich immer mehr folgenden Satz verinnerlicht, danach gelebt und dadurch, selbst wenn ich vordergründig verständnisvoll war, unbewusst auch meine Mitmenschen so behandelt: Stell dich nicht so an!

Als ich selbst Kinder hatte, hab ich mich innerlich immer schrecklich über die überbehütenden, ihre Kinder betüddelnden und bei jedem kleinen Wehwehchen ihrer Sprösslinge mitleidenden Mamas aufgeregt. Mir schoss dann nahezu jedes Mal durch den Kopf: "Jetzt stell dich halt nicht so an!" Und wenn meine Kinder sich weh getan haben, habe ich sie zwar liebevoll getröstet, verarztet oder getan, was auch immer zu tun war, aber in mir drin hat ein Anteil trotzdem immer wieder gesagt: "Stell dich nicht so an!" Und das war dann sicherlich auf subtile Weise auch für meine Kinder spürbar.

Auch als erwachsene Frau habe ich Dinge "mit mir machen lassen", die ich eigentlich nicht wollte. Ich habe dies zwar in vielen Fällen, wenn auch mit weniger Geschrei und ohne Um-mich-Geschlage, meinem Gegenüber (das waren ganz unterschiedliche Leute in ganz unterschiedlichen Kontexten) kommuniziert, letzten Endes dann aber doch oft einfach geschehen lassen und mitgemacht. Mein Gegenüber hatte mir dann erfolgreich vermittelt, ich solle mich nicht so anstellen. Und irgendein Anteil in mir selbst hat ja ins gleiche Horn geblasen: STELL DICH NICHT SO AN! Was ist denn schon dabei?

Im Rückblick erkenne ich, dass ich vieles, was mir im Leben passiert ist, immer wieder runtergespielt habe. "So schlimm war es doch gar nicht!" "Was war denn schon dabei?" Heute weiß ich, dass das eine völlig normale Schutzstrategie ist, die meinem Überleben gedient hat. Diese Schutzmauer Stein für Stein abzubauen und mich von dieser schützenden Strategie zu verabschieden war und ist ein langer, auch schmerzhafter Weg. Es kostet den allergrößten Mut, die eigenen Hüllen vor sich selbst fallen zu lassen, sich selbst bewusst anzuschauen und sich liebevoll dem zuzuwenden, was in einem verletzt ist. Aber es lohnt sich!

Noch immer steht ein kleiner Teil dieser Schutzmauer, aber der Großteil von mir ist frei gelegt. Hier bin ich! Ich zeige mich mit all meiner Verletztheit und Verletzlichkeit! Ich bin ein fühlendes Wesen! Ich bin verletzlich! Und ich darf mich "anstellen", wenn ich spüre, dass etwas für mich nicht gut ist!

Wann hast du dich zuletzt "angestellt"?

*Mir ist es wichtig zu betonen, dass ich meine Mutter liebe und sie mich und dass dieser "körperliche Gewaltakt" mir gegenüber eine Ausnahme dargestellt hat. Ich mache weder ihr noch sonst jemandem einen Vorwurf, der/die mir in welcher Form auch immer, ob gut gemeint oder vorsätzlich, in meinem Leben Gewalt zugefügt hat. Aber ich appelliere an ALLE, die in welcher Form auch immer Gewalt ausüben - sowohl an anderen als auch an sich selbst - oder die Gewalt, die ihnen widerfährt, Druck der ihnen gemacht wird, weitergeben, innezuhalten, in sich zu gehen und sich tief in ihrem Herzen zu fragen, ob sie das gerade wirklich tun wollen.

(18. September 2021)

Das Gegenteil von Gut ist nicht Böse, sondern gut gemeint. Ich verstehe diesen Satz folgendermaßen: Wenn wir unserem es gut meinenden Gegenüber mehr Glauben schenken als uns selbst, wenn wir das ohne es zu hinterfragen bzw. ohne es zu "hinterspüren" für uns so übernehmen und danach handeln, auch wenn unser Herz und unser Körper anderer Ansicht sind, dann fügt uns dieses Gut gemeinte vielleicht sogar mehr Schaden zu als vorsätzlich Böses. Warum? Weil es unser Vertrauen in uns selbst erschüttert, weil wir dadurch unsere eigene Autorität untergraben und stattdessen einer fremden Autorität das Ruder über uns in die Hand geben. Und wenn sich das Gut gemeinte im Nachhinein als für uns nicht richtig entpuppt, verlieren wir dadurch auch das Vertrauen in die, die es eigentlich gut mit uns gemeint haben. Hätten wir doch nur von Anfang an uns selbst vertraut!

Wir haben alle das Wissen darüber, was gut für uns ist, in uns, auch wenn wir allzu oft den Zugang dazu verloren haben! Wir sind alle voller Lebenskraft! Lasst uns diese in unserem je eigenen Tempo entfalten! Und lasst uns gut gemeinte Hilfe, die diesem Prozess nicht dienlich ist, dankend ablehnen!

Für die Perspektive der gut meinenden Helfer: Lasst uns mit der Verantwortung für die uns Anvertrauten oder sich uns Anvertrauenden umsichtig umgehen! Nicht alles ist zu jeder Zeit für jeden das Richtige! Manche Dinge im Leben benötigen einfach Zeit für ihre gesunde Entfaltung! Struggle gehören zum Leben dazu!

Wir helfen anderen oft vielmehr, indem wir ihnen mitfühlend zur Seite stehen und sie spüren lassen, dass wir ihnen und ihrem Entwicklungsprozess vertrauen als sie in welcher Form auch immer zu pushen, und sei es noch so gut gemeint! Ich empfehle dazu wärmstens dieses Video: https://www.youtube.com/watch?v=VVckUjjFYlM

Uns selbst gegenüber dürfen wir nebenbei bemerkt genauso geduldig, liebevoll mitfühlend und vertrauend sein! Wenn dir das aktuell schwer fällt, lass mich dich gerne ein Weilchen begleiten! Ich glaube an dich! Ich vertraue dir! Und du kannst das auch!

ICH BIN WICHTIG und DU BIST ES AUCH!

(17. September 2021)

Ich habe in meinem Leben Trauma* erlebt. Mir ist auch körperliche und seelische Gewalt widerfahren. Das war mir lange nicht bewusst bzw. habe ich es allzu gerne runtergespielt. Äußerlich hab ich das alles ganz gut weggesteckt und man hat mir nicht wirklich was angemerkt. Ich selbst ja auch nicht.

Ich behaupte jetzt einfach mal, dass es viele Menschen gibt, denen es ähnlich geht. Jedenfalls scheinen die meisten Leute ganz gut zu "funktionieren". Und das kenne ich. Auch ich habe die längste Zeit meines Lebens "funktioniert", nach Außen alles bravourös gemeistert, jedoch dabei massiven Ressourcenraubbau an mir selbst betrieben und mich immer mehr von mir selbst entfremdet bzw. - wenn ich es genau betrachte - eigentlich dadurch erst wieder finden können.

Fast mein gesamtes Leben war ich recht unkompliziert und angepasst. Hin und wieder habe ich mir ein Herz genommen und mich doch zu Wort gemeldet, aber was ich zu sagen hatte, war scheinbar nicht wichtig! Ich war nicht wichtig! Zumindest habe ich es so empfunden und entsprechend für mich verinnerlicht.

Heute sehe ich das rückblickend ganz anders, aber warum hätte damals meine Realität im Außen für mich anders aussehen sollen, wo ich mich doch innerlich selbst unbewusst sabotiert habe? Ich war schließlich nicht wichtig.

Seit einigen Jahren habe ich mich nun auf die Reise zurück zu mir und meinem wahren Selbst begeben. Auch wenn mir dadurch neuer Schmerz zugefügt wurde und immer wieder (alter) Schmerz spürbar wird, gehe ich meinen Weg weiter, weil es sich so richtig für mich anfühlt. Nicht um des Schmerzes Willen, sondern um das Versehrte in mir zu heilen.

ICH BIN WICHTIG und DU BIST ES AUCH!

Davon bin ich überzeugt! Dafür stehe und lebe ich! Und dafür werde ich weiterhin täglich Integrations- und Potentialentfaltungsarbeit leisten, für mich, für dich und für uns alle!

Wann fängst du an, dein Potential zu entfalten?

*"Traumata sind Ereignisse, die jedem Menschen zu jeder Zeit seines Lebens auf unterschiedlichste Weise widerfahren können. Ein Ereignis, das eine traumatisierende Wirkung auf einen Menschen hat, ist dadurch gekennzeichnet, dass es die alltäglichen Bewältigungsstrategien der Psyche zu seiner Verarbeitung übersteigt. Der Mensch ist auf allen Ebenen seines Seins vom Ausmaß dieses Erlebens überfordert. [...] Oftmals sind die [...] Folgen nicht offensichtlich mit einem Trauma assoziiert, weil es schon lange zurückliegt und ,gut zugedeckt', also oft nicht erinnerbar auf unterbewussten Ebenen wirkt. Dann wird der Mensch geplagt von Symptomen aller Art (körperlich, emotional, auf Beziehungsebenen, auf der Ebene des Selbstwertes usw.), die schwer oder gar nicht einzuordnen sind und daher oft keine adäquate und hilfreiche Zuwendung erfahren." https://verenakoenig.de/praxis/traumatherapie

INTEGER = UNVERSEHRT

(17. September 2021)

Im Grunde unseres Herzens sind wir alle unversehrt.

Wahre Selbstintegrität erfordert jedoch die Integration all dessen, was in uns ist und unser bisheriges Leben geprägt hat.

Diese Integration bedeutet Arbeit und ist eine lebenslange Aufgabe.

Eine Aufgabe, für die es fortwährend unserer liebevollen Selbstzuwendung bedarf.

Eine Arbeit, die sich lohnt.

Liebevolle Integrationsarbeit birgt auf besondere Weise Leichtigkeit und Freude in sich.

Sie macht uns auf wundersame und heilsame Weise ganz (obwohl wir es eigentlich ja schon sind).
Integere Menschen sind in Frieden mit sich selbst.

Je integerer du bist, desto mehr wirst du im Frieden mit dir und der Welt sein und desto weniger Gewalt wirst du gegenüber dir selbst und gegenüber anderen ausüben.

Je integerer wir als Menschheit sind, umso friedvoller wird unser Miteinander sein.

INTEGRATION => INTEGRITÄT => FRIEDEN

Davon bin ich überzeugt. Und dafür lebe und arbeite ich.

Bewegen und in Ruhe wachsen

(14. September 2021)

Ich habe einen Klienten, mit dem es zum Ritual geworden ist, dass wir uns gemeinsam aufs Rad schwingen und zu einer Bank mitten in der Natur fahren. Schon auf dem Weg dorthin erzählt er mir, was aktuell bei ihm los ist. Bei unserer Bank im Schatten eines Baumes angekommen und gestreichelt von den seitlich durchkommenden Sonnenstrahlen kommen wir dann zur Ruhe und ganz bewusst in unseren Körpern an. So ist die Basis gelegt, uns auf die von mir vorbereiteten Übungen zu fokussieren. Manchmal finden diese auch in Bewegung statt oder es gibt einfach noch mehr zu besprechen. Dann gehen wir über die Felder spazieren und reden. In Bewegung kommt auch in uns etwas in Bewegung. Jedes Mal gehen wir einen etwas anderen Weg. Manchmal schon waren diese Wege recht abenteuerlich.

Egal, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht: Die Wege, die wir im Außen beschreiten spiegeln etwas davon, was in unserem Inneren los ist. Und wenn hier etwas in Bewegung gekommen ist, dann dürfen wir es uns innerlich wie äußerlich erlauben zu ruhen. Nur so können wir das Bewegte integrieren.

Manchmal ist es für solche Prozesse hilfreich, jemanden an der Seite zu haben, der uns auf besonders steinigen Wegetappen begleitet. Jemanden, der uns hilft, die Steine zu bewegen und uns daran erinnert, dass wir uns, nachdem wir einen Stein aus dem Weg gerollt oder ins Rollen gebracht haben, auch in aller Ruhe von dieser Anstrengung erholen dürfen.

Vertrauen statt Angst

(12. September 2021)

Meine Tochter schwebte in ihren ersten Lebensjahren wiederholt in akuter Lebensgefahr. Jede medikamentöse oder alternative Behandlung, Therapie oder sonstige Maßnahme brachte nur für eine gewisse Zeit Besserung. Regelmäßige Klinikaufenthalte gehörten bei uns trotz medikamentöser Dauertherapie zur Tagesordnung. Man ließ uns hoffen, dass sich alles möglicherweise "verwachsen" würde. Zum Glück kam es dann auch so. Die Geduld und das Vertrauen haben sich ausgezahlt.

Ich habe damals das mir mögliche getan, insbesondere im Akutfall die Ruhe zu bewahren und mich nicht von der Angst beherrschen oder lähmen zu lassen. Nur dadurch war ich weiterhin handlungsfähig.

Aktuell fühle ich mich daran erinnert. Ich will glauben und vertrauen, dass der Spuk, gegen den keine Maßnahme so wirklich zu helfen scheint irgendwann ein Ende hat. Und ich kann nur immer und immer wieder mich selbst und andere daran erinnern, dass Angst (wovor auch immer) keine Lösung ist, weil Angst uns handlungsUNfähig macht und Angst unser Immunsystem schwächt.

Lasst uns stattdessen in die Liebe und ins Vertrauen gehen! Das ist deutlich heilsamer, für jeden einzelnen, aber auch für unser Miteinander! Zudem stärken wir dadurch unser Immunsystem, was unabhängig davon, welche zusätzlichen Maßnahmen wir noch für uns treffen, ja mit Sicherheit nicht schaden kann!

Wir brauchen keine Sündenböcke! - Selbstverantwortung statt Schuldzuweisung

(6. September 2021)

Kennst du das? Jemand (oder gar du selbst) behauptet oder macht etwas - vielleicht sogar mit ursprünglich guter Absicht -, was sich im Nachhinein jedoch als "Fehler" bzw. Fehlannahme herausstellt.

Anstatt dies zuzugeben, schieben viele Leute die Schuld auf andere und meinen, sich so - bewusst oder unbewusst - aus der Verantwortung stehlen zu können.

Abgesehen davon, dass es meines Erachtens nie um Schuld geht, frage ich mich immer wieder, was denn so schwer daran ist zu sagen: "Es tut mir leid." "Es war ein Fehler." "Ich habe mich getäuscht." "Ich wusste es zu diesem Zeitpunkt nicht besser." "Ich konnte nicht anders."

Warum kommen die wenigsten "Missetäter" auf die Idee, alles in ihrer Macht stehende zu tun, aus freien Stücken und Eigenmotivation den Schaden zu begrenzen oder - sofern möglich - wieder gut zu machen oder zumindest zu sagen, dass es ihnen leid tut?

Wovor haben Menschen Angst, die, anstatt einen Fehler zuzugeben, sich durch zunehmende Verstrickungen, Ablenkungsmanöver und die bereits erwähnten Schuldzuweisungen an einen vermeintlich schwächeren Sündenbock immer tiefer ins Schlamassel reinreiten und im schlimmsten Fall bzw. allzu oft anderen dadurch noch mehr schaden?

Wie können diese Menschen sich noch selbst in die Augen schauen?* Wird der Gesichtsverlust nicht mit jeder weiteren Lüge oder Fortsetzungstat umso größer?

Jemand, der aufrichtig und authentisch ist, dessen Handeln spürbar das Wohl seiner Mitmenschen zum Ziel hat, der sich aber auch seiner eigenen Fehlbarkeit bewusst ist und zu dieser steht, wird meines Erachtens viel eher den Respekt ernten, den er sich stattdessen durch Missbrauch seiner (vermeintlichen) Machtposition zu erzwingen versucht. (Abgesehen davon, dass ein solch erzwungener "Respekt" nichts mit echtem Respekt zu tun hat.) Und er wird auch viel eher Menschen an seiner Seite oder hinter sich haben, die, wenn es darauf ankommt aus einer echten Überzeugung (und nicht aus Angst) ihre Stimme FÜR ihn erheben (oder abgeben 😉). Vorausgesetzt diese Menschen sind nicht genauso von sich selbst abgespalten ...

Bitte versteh mich nicht falsch. Ich mache niemandem einen Vorwurf und maße mir nicht an, dass ich nicht auch hin und wieder mal die "Schuld" bei anderen suche. Ich möchte hier nur aufzeigen, wie dringend notwendig es ist, dass wir wieder mit uns selbst und unseren Gefühlen wie auch abgespaltenen Emotionen in Kontakt kommen und uns mit unserem "heilen Wesenskern" (Viktor Frankl) verbinden. Und je früher wir damit anfangen, umso besser! Denn dieser Rückverbindungsprozess erfordert Geduld, Vertrauen sowie viel Wohlwollen mit und liebevolle Zuwendung zu uns selbst (und anderen). Aber es lohnt sich - für jeden einzelnen und damit für uns alle! Davon bin ich überzeugt!

Ein Hoch auf die Verbundenheit - mit uns selbst und mit anderen! Ein Hoch auf die Liebe!

*indem sie sich erfolgreich von ihren Gefühlen und ihrem wahren Kern abgespalten haben
"Eine Dissoziation ... ist eine Abspaltung von mir selbst. Dabei spalten wir in einer Extrem-Situation meistens einen oder mehrere Teile von uns ab. Ein Gefühl oder mehrere etwa, die wir nicht aushalten konnten. Dieser unbewusste Vorgang dient dem Schutz unserer Psyche. Diese abgespaltenen Gefühle kommen dann in eine Art 'inneren Keller' und werden aus unserem Alltagsbewusstsein ausgelagert. Die Auslagerung ... hat zur Folge, dass man irgendwie nach außen funktioniert, aber psychisch ein permanenter Ausnahmezustand vorherrscht." (Dami Charf: https://traumaheilung.de/dissoziation-die-abspaltung-von-mir-selbst/)

Eine Frage der Perspektive ... und der Haltung

(5. September 2021)

Ein- und derselbe Raum. Aber wie viel sich durch einen Perspektiv-, Positions- und Haltungswechsel verändern kann ...
Ja, viele Dinge im Außen können in uns ein Gefühl der Ohnmacht und Angst auslösen. Auch mich hat heute Nacht die ein oder andere Sorge über die Machenschaften der vermeintlich Mächtigen und mein vermeintliches Ausgeliefertsein beschäftigt. Nach dem Aufwachen habe ich dann aber beschlossen, dass ich mich auf das fokussieren möchte, was ich tun kann.

Wir haben es in uns und in unserer Hand, wie wir mit dem, was uns im Außen widerfährt in uns drin umgehen und können diese Haltung auch sichtbar nach außen tragen.

Lassen wir uns also nicht von der Angst und Ohnmacht beherrschen!

Lasst uns immer wieder - und wenn auch nur für den Bruchteil eines Augenblicks - uns selbst und den "Raum", in dem wir uns befinden bewusst wahrnehmen und uns dadurch mit uns selbst und unserer unmittelbaren Umgebung "verbinden" ...

Allein dadurch kann sich unsere Haltung spür- und sichtbar verändern und wir können mit dem, was uns im Außen herausfordert selbstbewusster und selbstwirksamer umgehen.

Der Zufall als Geschenk

(3. September 2021)

Manchmal lass ich die mp3-Titel auf meinem Handy einfach nach Zufallsprinzip abspielen. Gestern war es wieder soweit. Beim Spazierengehen über die Felder ließ ich mich per Zufallsgenerator überraschen. Und was soll ich sagen: Was für Geschenke diese "Zufälle" manchmal sein können.

Zuerst kam ein wunderschöner Langsamer Walzer, der mich in ein freudiges Gefühl des Schwebens versetzte. Dazu musst du wissen, dass ich mal Standardturniere getanzt habe und Paartanz lange eine wichtige, aber auch emotional sehr belastete Rolle in meinem Leben gespielt hat.

Schon länger hatte ich mich nun von dieser Art des Tanzens verabschiedet und distanziert. Umso mehr habe ich mich gewundert und gefreut, dass ich beim Anhören des Songs urplötzlich Lust hatte, sofort mit einem (imaginären) Partner loszutanzen und mich der Musik und der Bewegung hinzugeben.


Auch wenn mein Tanz "nur" bei geschlossenen Augen in Gedanken stattgefunden hat, war die alleinige Vorstellung davon wunderschön und hat mich mit tiefer Freude erfüllt!

Anschließend kam der Titel "Leben" von Glashaus, den ich munter mitgeträllert habe.
Hör dir das Lied bei Gelegenheit unbedingt an. Es erinnert daran, wie wichtig es ist, wirklich im Moment zu leben.

Direkt im Anschluss dann - ich habe auch das ein oder andere Hörbuch auf dem Handy - ein Track, in dem Eva-Maria Zurhorst über Gefühle und Emotionen spricht. Allzu oft verwechseln wir diese nämlich oder schmeißen sie in einen Topf.

Hier ein kurzer Auszug aus dem Kapitel: "Emotionen sind angestaute Gefühle, die wir in der Vergangenheit nicht ausgedrückt haben ... und vergiften damit unsere Gegenwart ... [Unmittelbar] gelebte Gefühle sind das einzige, was unser Leben ... lebendig macht."

Und was will ich dir mit all dem sagen? Ich habe völlig überraschend und unverhofft im Moment des Anhörens der Tanzmusik ein tiefes Gefühl der Freude erleben dürfen, wo sich bisher meiner Erfahrung nach schmerzhafte Emotionen der Vergangenheit gemeldet haben, die ich früher meist ganz schnell weggebügelt habe. Irgendwann habe ich dann aber damit angefangen, meine schmerzhaften Emotionen wahr- und anzunehmen. Nur so konnte heilen, was so lange in mir angestaut war und eins ums andere Mal meine Gegenwart vergiftet hat.

Immer wieder lehrt mich die Erfahrung, wie sehr es sich lohnt, meinen Emotionen der Vergangenheit liebevolle Zuwendung zu schenken und Gefühle idealerweise unmittelbar auszudrücken, sie also nicht zu ungel(i)ebten Emotionen werden zu lassen.

Ob ich bei diesem Tanzthema nun voll und ganz "geheilt" bin, weiß ich nicht. Aber allein dafür, für die Dauer dieses einen Songs eine so tiefe Freude erlebt haben zu dürfen, bin ich unendlich dankbar!

Wann hast du zuletzt jemandem gesagt, wie du dich wirklich fühlst?

Wann hast du dich zuletzt liebevoll deinen "unliebsamen" Emotionen zugewandt?

"Glücklich sind die Menschen, wenn sie haben, was gut für sie ist."

– Platon –

(16. August 2021)

Im Umkehrschluss bedeutet das für mich, dass die Menschen unglücklich sind, wenn sie nicht haben, was gut für sie ist, aber auch, wenn sie haben, was nicht gut für sie ist.

Ich würde mich als konsumbescheiden bezeichnen. Das war ich schon immer. Ich brauche nicht viele materielle Güter und keinen großen Luxus, um glücklich zu sein. Trotzdem war ich viele Jahre meines Lebens nicht glücklich. Denn ich war auch in Bezug auf mich selbst und meine Lebensfreude bescheiden. Stattdessen hatte ich Selbstzweifel und habe mir selbst wenig Wertschätzung entgegengebracht.

Inzwischen habe ich erkannt, dass ich trotz meiner materiellen Bescheidenheit keinerlei Grund habe in Bezug auf mich selbst und meine Lebensfreude bescheiden zu sein. Im Gegenteil! Und wenn es zu meiner Lebensfreude beiträgt, MIR etwas zu gönnen, dann tu ich das. Voller Freude!

Lebensfreude zu haben ist etwas Wundervolles. Lebensfreude ist gut für mich. Selbst wenn ich sie nicht jeden Moment spüre, so habe ich diese Freude dennoch in mir und folge ihr, wann immer ich kann.

Was ist gut für dich? Was macht dich glücklich?

"Das Geheimnis des Glücks"

(11. August 2021)

Nach einem äußerst aufgeladenen Tag 1 bin ich gestern spontan mit diesem Utensil in Tag 2 gestartet.


Jedes Kind durfte mal ... mit Händen und Füßen ... solange sie konnten oder wollten ... zum Teil sehr ausdauernd ... danach Stärkung beim gemeinsamen Frühstück.

"Das Geheimnis des Glücks" so heißt mein Kurs, an dem diese Woche 5×6 Stunden eine Gruppe 9-12-jähriger Schüler - davon eine Schülerin! - im Rahmen der Adventure School Düsseldorf teilnimmt.

Das Konzept beinhaltet Fragen wie: Was ist Glück? Was sind meine Stärken? Wer bin ich? Was will ich? Was kann ich machen?

Zu diesen Fragen habe ich Input sowie  
eine Menge unterschiedliche Übungen und Spiele vorbereitet.

Worauf ich mich im Vorfeld nicht vorbereiten konnte und jetzt tagtäglich situativ aufs Neue reagieren und entsprechend von meinem Konzept abweichen darf, sind die Individuen und Gruppe samt ihrer Dynamik.

Die Aufmerksamkeitsspanne der Kinder geht gegen Null. Es herrscht ein enormes Aggressionspotential. Ich habe es mit Sprachbarrieren und unterschiedlichsten Verhaltensauffälligkeiten zu tun. Am liebsten würden die Kinder sich alle die ganze Zeit mit ihren Smartphones beschäftigen. Dass sie das nur 15 Minuten während der Mittagspause dürfen ist für sie schwer auszuhalten ...

Auch wenn ich in meinem Kurs damit sehr geballt konfrontiert bin, so stellen diese Kinder keinen Einzelfall dar.

Wo das alles noch hinführen soll, wenn wir diese Kinder nicht unterstützen, wieder eine Verbindung zu sich selbst und darauf aufbauend einen wertschätzenden Umgang mit sich und anderen herzustellen, will ich mir gar nicht vorstellen.

Stattdessen folge ich - selbst wenn ich innerhalb einer Woche nicht viel bewirken kann und auch gegen die anfänglichen Widerstände der Kinder - meiner Mission, diese Kinder ein Stück weit aus der Entfremdung in die Verbundenheit und damit in ein glückliches, erfülltes und gemeinschaftliches Leben zu begleiten.

Dazu gehört es auch, mal bewusst sämtlichen Frust zu entladen!


Exkurs: Erfolg "Schuhe binden"


Tag 1: Ein 9-jähriges Mädchen in meinem Glückskurs hatte offene Schuhbänder. Ich habe sie bei einem Bewegungsspiel darauf hingewiesen. Antwort: "Kann ich nicht."

Tag 2: Die Jungs spielen Ball. Ich zeige währenddessen dem Mädchen, wie man eine Schleife macht. Nach x Versuchen schafft sie es einmal (fast) ganz alleine und strahlt hinter ihrer Maske.

Tag 3: Das Mädchen kommt voller Stolz in der Früh mit selbst gebundenen Schuhen zum Kurs und - nachdem die Schuhbänder öfter mal aufgehen (liegt am Material, nicht an der Schnürtechnik!) - sitzt sie immer wieder da und übt das Schleife binden ... Obwohl die Jungs drängeln und ungeduldig sind, lässt sie sich dabei von nichts und niemandem hetzen ... und so geht es von Mal zu Mal schneller. Was für ein Erfolg!

Das Mädchen hat sich raus aus der Komfortzone, rein in die Wachstums- oder auch Potentialzone gewagt! Anfangs ist das für gewöhnlich anstrengend und mühsam oder auch mit Ängsten und anderen Vorbehalten verbunden, aber ist der Schritt einmal getan, kann Veränderung und Entwicklung stattfinden!

Welcher kleine oder große Erfolg hat dich zuletzt glücklich gemacht? Hast du's dir in deiner Komfortzone gemütlich gemacht oder stehst du schon mit einem Fuß in der Potentialzone?

(15. August 2021)

Trotz der Turbulenzen haben die Kinder mir während der gesamten Woche immer wieder bewiesen, dass sie auch anders können. Jedem Team ist es gelungen, ein rohes Ei so zu schützen, dass es beim Fall aus zwei Metern Höhe nicht zerbrochen ist. Jedes Kind hat eine eigene Schatzkarte für ein Herzensziel gebastelt. Und auch das Funkeln und Strahlen in den Kinderaugen bei jeder positiven Rückmeldung meinerseits war nicht zu übersehen.

Im Rückblick hat die Woche allen Kindern, obwohl sie unfreiwillig da waren, gefallen und sie haben etwas für sich mitgenommen. Haben sie mir zumindest so gesagt. Und ich glaube es ihnen.

Auch ich blicke trotz aller Anstrengung mit Freude auf die gemeinsame Zeit und die vielen kleinen "Erfolge" zurück.

Ein Junge meinte am Schluss zu mir: "Ich finde es gut, dass wir hier etwas gelernt haben, das wirklich für uns ist." Er hat es begriffen. Wie wundervoll!

Unser Planet braucht DICH und DEIN Potential

(25. Juli 2021)

Bei allen derzeitigen Herausforderungen, Krisen und Katastrophen, die sich nicht irgendwo weit weg von uns ereignen, wo es uns vermeintlich nichts angeht, sondern mit denen wir zum Teil sogar hautnah konfrontiert sind, wundert es nicht, dass viele von uns mit den vier gängigen Überlebensstrategien (the 4 F’s) Fight (Angriff, Kampf), Flight (Flucht), Freeze (Starre) oder Fawn (Einschmeicheln, People pleasing bzw. Anpassung bis zur Selbstaufgabe) reagieren.

Alle vier Reaktionen sind evolutionär begründete Überlebensmechanismen bei akutem Stress oder akuter Gefahr und dienen unserem Schutz und unserer Sicherheit. Auf ihren Ursprung und Nutzen werde ich an dieser Stelle nicht eingehen. Das kann jede/r, die/der das möchte an anderer Stelle nachlesen oder bei Interesse gerne mit mir in Kontakt treten.

Worauf ich hier eingehen will, ist was wir meines Erachtens anstelle dieser Strategien brauchen, um auf lange Sicht uns und unseren Planeten zu retten.


Um aktiv und nachhaltig Verantwortung für die Rettung unseres Planeten und damit unserer eigenen Lebensgrundlage übernehmen zu können, um uns für ein echtes Miteinander zum Wohle aller Lebewesen einsetzen zu können anstatt durch Schwarz-Weiß-Denken und Spaltung in Lager der Extreme ein zunehmendes, immer aggressiver werdendes Gegeneinander zu provozieren, ist eine echte intrinsische Motivation von Nöten, warum wir denn überhaupt irgendetwas verändern wollen.

Solange mir nur mein Verstand oder jemand von außen sagt, was angeblich wichtig oder richtig ist, ich aber nicht selbst davon „berührt“ bin, fehlt mir der innere Antrieb, mich aus dem Herzen und eben nicht nur mit meinem Verstand oder aus Angst für etwas einzusetzen.

Für lebensdienliche, nachhaltige Veränderungen braucht es primär unser Herz. Der Verstand darf uns dann im nächsten Schritt sehr gerne dabei unterstützen, Wege zu finden, wie sich unsere Herzensangelegenheiten umsetzen lassen. Und auch unsere Ängste, die ja per se nichts Schlechtes sind (wenn wir uns nicht von ihnen beherrschen lassen), lassen sich dann in positive Motorkräfte wandeln.

Motivation aus mir heraus ist meines Erachtens nur möglich, wenn ich mich mit mir verbunden fühle. Erst wenn ich mit mir selbst verbunden bin, kann ich als die, die ich bin und nicht als die, die ich versuche (für andere) zu sein, eine echte Verbundenheit mit meinen Mitmenschen bzw. mit all meinen Mitlebewesen eingehen und dementsprechend handeln. Erst wenn ich gelernt habe, für mich Verantwortung zu übernehmen, kann ich auch auf gesunde Weise für andere Verantwortung übernehmen.

Lange genug habe ich aus mangelnder Verbundenheit mit mir selbst insbesondere das Spiel der Anpassung und Selbstaufgabe mitgespielt. Ich behaupte nicht, dass ich mich zu 100% von jeglicher Form der Anpassung befreit hätte (das wäre anmaßend und meines Erachtens auch nicht erstrebenswert), aber zum Glück habe ich die Verbindung mit mir selbst wiedergefunden und weiß jetzt, wofür ich hier auf diesem Planeten bin! Wie wir alle habe auch ich eine Lebensaufgabe, die ich nun bewusst verfolgen will, in Verbundenheit mit mir selbst und anderen, ohne zu (ver)urteilen, ohne zu spalten, liebevoll und wohlwollend, einfach indem ich immer mehr ICH bin und mein ganz eigenes Potential lebe. Auch um zu überleben, aber vor allem um zu LEBEN.

Gewünschte Veränderung im Außen fängt immer im Innen an. Jeder und jede einzelne von uns kann sich durch die bewusste Innenschau seines/ihres eigenen Potentials bewusst werden und dieses dann für sich, für andere und für unseren Planeten aktiv nach außen tragen … und da diese Entdeckungsreise nicht mal schnell von heute auf morgen geht und die Zeit doch ein wenig drängt, schlage ich vor, wir fangen alle am besten JETZT damit an!

P.S.: Auch in der Sonnenblume steckt übrigens deutlich mehr Potential als der bloße Anblick vermuten lässt 😉.

Ich bin "richtig" wie ich bin und brauche mich dafür nicht zu schämen!

(21. Juli 2021)

"Fehler" gehören zum Leben dazu. "Fehler" sind menschlich. Durch "Fehler" darf ich lernen.

Für einen gesunden Lernprozess ist es wichtig, mich für meine "Fehler" nicht zu schämen, zu kritisieren, zu verurteilen oder sonstwie runterzumachen, sondern selbstmitfühlend, liebevoll und aufmunternd mit mir zu sein.

Für einen gesunden Umgang mit "Fehlern" ist es auch wichtig, nur für den Anteil die Verantwortung zu übernehmen, der wirklich bei mir liegt. Diese Verantwortung zu übernehmen und daraus zu lernen sehe ich als meine Pflicht.

Es ist meine Pflicht, bewusst hinzuschauen, zu meinen "Fehlern" zu stehen, mich nicht verstecken oder die "Fehler" vertuschen zu wollen oder gar andere für meine "Fehler" verantwortlich zu machen.

Genauso ist es aber auch meine Pflicht, den Anteil der Verantwortung, der bei anderen liegt auch dort zu lassen bzw. diese Verantwortung, sollte ich sie zu meiner eigenen gemacht haben, dem anderen bewusst "zurückzugeben".

Ein solcher Umgang mit "Fehlern", wie ich ihn gerade skizziert habe, gelingt mir nicht immer. Wenn ich das merke, darf ich mich dann liebevoll fragen, woran das liegen mag. Auch dadurch übernehme ich Verantwortung für meine "Fehler" und noch viel wichtiger, Verantwortung für mich.

Und vielleicht komme ich am Ende zu dem Schluss, dass es gar kein "Fehler" war, sondern ein Geschenk.

Oberstudienrätin goes Empowermentcoach

(10. Juli 2021)

Ich war eine von denen, die sofort nach dem Abitur bzw. schon lange vorher "wusste", was sie mal werden will. Nach der Schule bin ich also direkt ins Studium gestartet, habe dieses als Highflyer samt obligatorischem Auslandsaufenthalt in Rekordzeit und mit Bestnoten abgeschlossen. Das Referendariat ging genau so weiter, gefolgt von einer vorzeitigen Verbeamtung auf Lebenszeit, einer überdurchschnittlich schnellen Beförderung zur Oberstudienrätin und zuletzt einer Abordnungsstelle ans Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung, einer Durchgangsstation im bayerischen Bildungssystem, die gewöhnlich als "Karrieresprungbrett" genutzt wird ... Wie sehr wurde ich von vielen beneidet. Wenn die alle wüssten ...

All das, was nach außen so bilderbuchmässig aussah, hat mir innerlich nichts gegeben. Im Gegenteil. Denn darum ging es mir nicht! Ja, aber worum ging es mir dann? Das spielt letztendlich keine Rolle mehr. Auch der Preis, den ich dafür gezahlt habe, ist gezahlt und hat jetzt keine weitere Relevanz mehr.

All die Jahre, in denen ich mit vollem Einsatz zuerst auf meinen Beruf hin- und dann in ihm gearbeitet habe, hatten mich immer mehr von mir selbst und damit auch von dem, was ich (in diesem Beruf) leben und verkörpern wollte entfernt. Die Stunden, die ich täglich geackert und mich gequält habe, will ich gar nicht zusammenrechnen. Die Stunden, in denen ich gefühlt wirklich gelebt habe, wären wahrscheinlich umso schneller zusammengezählt ...

In den letzten Monaten und Jahren habe ich mir nun die Verbindung zu mir selbst und damit den Weg in die Lebendigkeit "zurückerarbeitet". Diese Arbeit war und ist die wohl lohnenswerteste und nachhaltigste in meinem ganzen Leben. Ich LEBE nun im HIER und JETZT, neugierig, freudig, gespannt, was da noch so alles kommen mag. Und so habe ich die Entscheidung getroffen, meinen bisherigen Beruf samt Beamtentum hinter mir zu lassen und meiner wahren Berufung nachzugehen: Menschen innerhalb und außerhalb von Schule in ihrer Selbstermächtigung (Empowerment), Persönlichkeitsentwicklung und Potentialentfaltung zu unterstützen, eine Lern- und Wegbegleitung für andere zu sein. Aus dem Leben, für das Leben!

Glücklich sein durch Selbstverbundenheit

(20. Juni 2021)

Im September habe ich auf einen Schlag meinen Partner, gewissermaßen auch meine Kinder, mein Zuhause, den Ort, wo ich gerade dabei war, mein Herzensbusiness aufzubauen und zusätzlich noch durch einen tragischen Unfall einen geschätzten Weggefährten "verloren".

Ich bin froh und dankbar, dass ich mir dann viel Zeit zum Trauern genommen habe, dass ich mich auf diesen intensiven Trauerprozess voll einlassen konnte. Das war so wichtig und heilsam!

Durch die vielen äußeren Umstände - Corona hat das Ganze nochmal verschärft - gezwungenermaßen auf mich selbst zurückgeworfen zu werden, war einerseits super hart und schmerzhaft, andererseits das größte Geschenk, das mir passieren konnte.  

Denn dadurch habe ich gelernt, was es heißt und dass es möglich ist, auch alleine bzw. aus mir heraus glücklich zu sein und mein Glück nicht von anderen Menschen oder den äußeren Umständen abhängig zu machen.

Ich habe zum einen mich selbst ganz neu kennengelernt, zum anderen wundervolle Begegnungen mit ganz unterschiedlichen Menschen erleben dürfen, Begegnungen mit einer für mich ganz neuen Qualität (wobei erste Begegnungen dieser Art definitiv auch schon vorher stattgefunden haben!).  Dafür bin ich so dankbar!

Egal, ob ich gerade alleine oder zusammen mit anderen bin, darf mein Herz nun so oft tanzen. Davon bin ich ganz beseelt! Mit anderen Worten: ich bin glücklich durch die wiedergefundene Verbundenheit mit mir selbst, die es mir erst ermöglicht, wahrhaft in Verbindung mit anderen zu gehen!

 Wohlbefinden für Kinder und Jugendliche

(15. Mai 2021)

Quelle: pixabay

Was Kinder und Jugendliche meines Erachtens derzeit womöglich mehr denn je brauchen, sind Orte und Erlebnisse des Wohlbefindens und der Freude. Denn diese, gepaart mit einer bewussten Auseinandersetzung mit sich selbst sind die Basis, um mit den gegenwärtigen Herausforderungen konstruktiv umgehen zu können, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken und den eigenen Weg trotz aller Unsicherheiten im Außen gestärkt weiterzuverfolgen.

Meiner Meinung nach sollte es insbesondere aktuell ein Anliegen von Schulen sein, die Schülerinnen und Schüler dort abzuholen, wo sie gerade sind, also nicht ausschließlich Fachinhalte zu vermitteln. Es sollte ein Ziel u.a. auch unserer Bildungseinrichtungen sein, in den Blick zu nehmen, wie es den Kindern und Jugendlichen gerade geht und das zum Thema zu machen, was sie aktuell bewegt, was sie belastet, worüber sie sich Sorgen machen.

Wenn diese Themen und Fragen wie „Wer bin ich? Was kann ich? Was will ich? Was brauche ich?“ ausreichend Raum bekommen, können Kinder und Jugendliche so gestärkt werden, dass sie auch fachliche Lerninhalte besser aufnehmen und mit diesen sinnvoll weiterarbeiten können.

Entsprechend ist es mir ein Anliegen, sowohl inner- als auch außerhalb von Schule Räume zu schaffen, in denen Kinder und Jugendliche diesen Fragen nachgehen können. Wenn du dich dafür interessierst oder wenn du dich gemeinsam mit mir dafür stark machen willst, nimm sehr gerne Kontakt mit mir auf.

Plädoyer fürs Fühlen

(24. April 2021)

Ein guter Freund erzählte mir mal von seinem Weg aus der Alkoholsucht.

„Das mit Abstand Heftigste und Langwierigste bei dem Prozess war der Umstand, es plötzlich wieder mit dem ‚echten‘ eigenen Fühlen zu tun zu bekommen,“ meinte er.

Er trinkt nun seit fast 20 Jahren nicht mehr, aber diese Sache mit dem echten Fühlen findet er nach wie vor unheimlich schwierig. Und da gibt er nicht nur seiner Suchtstruktur die Schuld daran.

Gibt es denn nicht immer wieder Situationen und Bereiche, wo das echte Fühlen scheinbar nicht angebracht ist? Weil wir in unserer Gesellschaft kaum ermutigt werden, unsere Gefühle zuzulassen und auszuleben, müssen wir das Fühlen also erst wieder lernen. Das geht nicht von heute auf morgen. Auf dem Weg zurück zum Fühlen brauchen wir eine ordentliche Portion Mut, Geduld und Vertrauen, vor allem aber auch Zuwendung zu und Wohlwollen gegenüber uns selbst.

Durch die liebevolle, geduldige Hinwendung zu uns selbst ist es möglich, das Fühlen wieder zu lernen. Das habe auch ich am eigenen Leib erfahren und bin dafür von Herzen dankbar, auch wenn es manchmal wehtut.

Quelle: pixabay

Und wie heißt es so schön: Hart bricht, weich gibt nach. Die „Härte“ des Nichtfühlens führt meines Erachtens früher oder später dazu, dass Menschen zerbrechen. Wir brauchen auch die „Weichheit“ des Fühlens, insbesondere des Mitfühlens mit uns selbst und anderen, aber auch das Wahr- und Ernstnehmen unserer Körperempfindungen und Emotionen, um wahrhaft stark und widerstandsfähig, mit anderen Worten RESILIENT zu sein.

Meine eigene Resilienz zu trainieren bedeutet für mich also auch, mein Herz zu öffnen und mich auf die stärkende Kraft des Fühlens einzulassen!

"Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" als Booster für oder gegen unser gesellschaftliches Dilemma?!?

(27. Februar 2021)

Wie jetzt? Es wäre doch alles wunderbar, wenn wir alle diesem Satz folgen würden. Ja und nein. Würden wir uns tatsächlich alle so lieben, wie wir sind, mit all unseren Fehlern, Macken, Schatten und würde es uns dann auch noch gelingen jedes andere Lebewesen genauso zu lieben, dann lebten wir in wahrhaft paradiesischen Verhältnissen.

Aktuell sind wir davon jedoch noch weit entfernt. Denn entweder wird das Konzept der Selbstliebe als rein egoistisches Streben nach dem (vermeintlich) eigenen Vorteil und Nutzen verstanden oder aber wir konzentrieren uns zu sehr auf unsere eigenen Defizite und versuchen womöglich uns durch die (vermeintliche) Liebe, die wir anderen schenken selbst einen (vermeintlichen) Wert zu geben.

Beides hat meines Erachtens mit Selbstliebe nichts zu tun. Im Gegenteil. Und wenn wir auf Basis eines solch destruktiven Selbstliebeverständnisses dann unseren Nächsten lieben wollen wie uns selbst, brauchen wir uns nicht wundern, wenn dies nicht gerade zu einem wertschätzenden und liebevollen Miteinander beiträgt.

Quelle: pixabay

Was wir also brauchen ist ein neues Bewusstsein für uns selbst, einen wohlwollenden und liebevollen Umgang mit uns selbst. Dann wird es uns auch Schritt für Schritt gelingen anderen mit der Liebe und Wertschätzung zu begegnen, die wir alle verdient haben, die eigentlich selbstverständlich sein sollte.

Das geht natürlich nicht von heute auf morgen. Hierbei geduldig mit uns selbst zu sein ist auch ein Zeichen von Wohlwollen und Liebe. Womöglich ist die gesamte Vorstellung auch eine utopische Vision. Aber sind es nicht solche Visionen, die uns im positiven Sinne anspornen, Dinge zu verändern? Schritt für Schritt mit dem aufzuhören, was uns nicht guttut und uns immer mehr in eine Richtung zu bewegen, die unser Herz öffnet und ein Gefühl von freudiger Lebendigkeit in uns erwachen lässt? Ich habe mich auf diesen Weg gemacht und kann nur sagen: für mich gibt es kein Zurück!


Mit Resilienz den Wandel in unserer Welt aktiv mitgestalten 

(Februar 2021)

Der Wandel in unserer Welt ist unaufhaltbar. Das war vor Corona schon so, aber die Krise zwingt uns nun noch mehr zum Umdenken und zu einer veränderten Haltung. Wie das bei Krisen so ist, steckt also auch in dieser Krise eine große Chance, selbst wenn meines Erachtens immer noch viel zu viele glauben, dass wir, sobald die Pandemie unter Kontrolle ist (wird sie das aber jemals sein bzw. was kommt dann als nächstes?!?), wieder zur altbekannten Normalität zurückkehren und uns weiterhin an all das klammern können, was uns bisher vermeintliche Sicherheit gegeben hat.

Wenn im Außen so viel Unsicherheit herrscht, ist es umso wichtiger Sicherheit im Innern zu finden bzw. zu vertrauen, dass wir alles in uns haben, mit dem wir jedwede Veränderung in unserem Leben mitgestalten können.

Wissen ist nicht alles bzw. hilft uns nur bedingt, besonders wenn wir in bestimmten Bereichen noch gar kein Wissen, keine Erfahrungswerte haben. Wir müssen und können nicht alles wissen. Wir dürfen auch einmal nicht wissen. Wissen hin oder her, es geht erstmal darum, die Veränderungen in unserem Leben grundsätzlich willkommen zu heißen, sie zu akzeptieren, auch wenn wir (noch) nicht alles verstehen.

Wir wollen immer Sofortlösungen. Lösungen müssen aber reifen. Das gilt es auszuhalten bis sich Klarheit und ein Impuls zu Handeln einstellen.

Insbesondere in dieser Zeit des Reifens braucht es mehr: Es braucht Vertrauen, es braucht Herz, es braucht ein Gespür für unsere Körper, es braucht ein Gefühl der Verbundenheit in uns, mit anderen und mit der Natur.

Auch wenn wir nachhaltige Veränderungen nur gemeinsam erreichen, beginnt der Wandel selbst also in jedem einzelnen.

Und diesen Wandel in uns können wir voranbringen, indem wir beispielsweise unsere Resilienzfaktoren stärken. Zu diesen Faktoren zählen: Lösungsorientierung (statt Problemorientierung), Optimismus, Opferrolle verlassen (Selbstwirksamkeit!), Verantwortung übernehmen, Akzeptanz, Netzwerkorientierung und Zukunftsplanung.

Durch den Ausbau dieser Faktoren werden wir resilienter, entwickeln wir den Mut, die Kraft und Stärke, den Herausforderungen des Lebens standzuhalten und können gemeinsam mit anderen neue, zukunftsträchtige Wege einschlagen, wenn die Zeit denn dafür reif ist.

Das wünsche ich dir für 2021

Ich wünsche dir ein Jahr, in dem du dich an der strahlenden Buntheit der Natur und des Lebens erfreuen kannst.


Ein Jahr, in dem du die Dinge auch mal aus der Vogelperspektive betrachtest.


Ein Jahr, in dem du, auch wenn es an der ein oder anderen Stelle bröckelt, dennoch auf deine tragenden Säulen vertrauen kannst.


Ein Jahr, in dem du die Zartheit und Mächtigkeit in dir und anderen erkennst.


Ein Jahr, in dem du dich weich gebettet weißt.


Ein Jahr der wachsenden Tunnelblicköffnung.


Ein Jahr, in dem dein Leben immer wieder so langsam fließen darf,


dass du die Konturen und farbenfrohen Zeichnungen,


das Licht am Übergang von Tag und Nacht,


einfach all das Schöne, nahezu Märchenhafte in dir und um dich herum bewusst wahrnehmen und erleben kannst.

Das Leben ist unberechenbar wunderbar!

In diesem Sinne einen geerdeten Start ins neue Jahr!


Plädoyer für Einsamkeit in Verbundenheit 
(Dezember 2020)

Grundsätzlich freue ich mich am Leben, bin offenherzig und fühle mich mit vielen Menschen herzlich verbunden. Und dennoch weiß ich nur zu gut wie sich Einsamkeit anfühlt, wie mächtig dieses Gefühl sein kann, wie ohnmächtig sie mich fühlen lassen kann, die Einsamkeit.

Ich habe aber auch erlebt, wie heilsam es sein kann, mich auf dieses Gefühl der Einsamkeit wirklich einzulassen, es zu akzeptieren und anzuerkennen anstatt es einfach nur so schnell wie möglich wieder loshaben zu wollen. Daher lasse ich mich, wenn die Einsamkeit mal wieder spürbar wird, nun so gut ich kann auf sie ein, lass sie einfach da sein. Denn sie gehört zu mir. Und wenn sie sich meldet, hat das gute Gründe.

Mit dieser Haltung fühlt sie sich dann gleich gar nicht mehr so schwer an, die Einsamkeit. Und als ich neulich einfach einer Freundin am Telefon erzählt habe, dass ich mich gerade so einsam fühle, ging es mir allein dadurch, dass ich es ausgesprochen und vor jemand anderem bezeugt habe, danach besser ... und das obwohl oder gerade weil mir währenddessen die Tränen kamen ...

Jetzt mag manch einer vielleicht sagen, dass das doch wirklich keine weltbewegende neue Erkenntnis ist. Weiß ich und muss es auch nicht sein. Für mich war es dennoch eine heilsame Erfahrung und dafür, dass ich diese bewusst so erlebt und wahrgenommen habe, bin ich dankbar.

Was ich in meinem Leben auch wiederholt erlebt und inzwischen verstanden habe ist, dass es kein Rezept gegen Einsamkeit ist, andere Menschen um mich zu haben, insbesondere dann nicht, wenn mit diesen Menschen keine echte Verbundenheit besteht. Und eine tiefe, spürbare und wohltuende Verbundenheit zu anderen ist meiner Erfahrung nach nur möglich, wenn wir uns gegenseitig an unseren Gefühlen teilhaben lassen. Dafür muss ich mich jedoch zunächst einmal mit mir selbst verbunden fühlen. Und das wiederum kann ich nur, wenn ich auch "unschöne" Gefühle wie Einsamkeit in mir zulasse.

Einsamkeit ist nichts, wofür man sich schämen müsste oder wovor man Angst haben sollte. Sich in seiner Einsamkeit und seinem Schmerz oder auch seiner Angst zu zeigen ist meines Erachtens ein Zeichen von Mut und Stärke.

Wenn dir jetzt aktuell vielleicht noch der Mut fehlen sollte, vor dir und anderen zu deiner Einsamkeit zu stehen, stell dir doch einfach mal diese Frage: Was kann denn schon passieren? Und was auch immer dir dann in den Sinn kommt, - abgesehen davon, dass wir in Wirklichkeit meist gar nicht die Reaktionen erhalten, die sich unsere angstgesteuerte Vorstellungskraft ausmalt - kann es denn wirklich schlimmer sein als das ohnmächtige Gefühl der Einsamkeit selbst? Probier's aus und find's raus! Was kann denn schon passieren?

Was es mir trotz dieser Erkenntnis hin und wieder erschwert, tatsächlich den ersten Schritt aus der manchmal noch immer lähmenden Ohnmacht und Starre der Einsamkeit, Trauer oder Angst zu gehen, ist das Gefühl, einfach nicht die nötige Energie zu haben. Sollte es dir auch so gehen, möchte ich dich hier und jetzt ermutigen gerade in der Einsamkeit oder anderen dich lähmenden Gefühlszuständen all deine vorhandenen Energien zu bündeln und FÜR DICH den ersten, vielleicht noch so kleinen Schritt aus der Starre zu mehr Verbundenheit mit dir und anderen zu gehen. Wenn die Einsamkeit, die Angst, die Trauer, ... da sein dürfen, du dich aber nicht von ihnen lähmen lässt, kann auch wieder mehr Energie und Lebensfreude in dir fließen!

Letztendlich bin ich neben so vielem anderen auch für all diese "schweren" Gefühle dankbar, selbst wenn sie sich im Moment des Erlebens oft so "unschön" anfühlen. Sie dürfen da sein, um irgendwann - und meist dauert das dann auch gar nicht lange - wieder zu gehen und Platz für Freude und Leichtigkeit zu machen.

Den aktuellen Lockdown sehe ich als Chance, wieder bewusst mit sich selber und seinen Gefühlen - den liebsamen und unliebsamen - in Kontakt zu kommen. Denn in der sonst üblichen Geschäftigkeit unseres Lebens sind unsere Gefühle, die Einsamkeit eingeschlossen, ja trotzdem da, nur eben aufgrund der ständigen Ablenkung meist nicht so deutlich spürbar. Vielleicht ist gerade jetzt die Zeit zum Spüren üben!?!

Ja, und dadurch, dass aktuell gleichzeitig ganz viele Menschen in einer ähnlichen Situation sind, können wir vielleicht gerade durch das gegenseitige Bekennen und Erzählen von unseren Gefühlen, der Einsamkeit, unseren Ängsten und Sorgen, aber auch unserer Freude und Zuversicht - und sei es auch erstmal "nur" im virtuellen Raum - ein Gefühl der Verbundenheit schaffen, das insbesondere in der gegenwärtigen Situation wohltuend und heilsam sein kann.

**Das Eingangszitat oben stammt aus einem Lied, dessen Namen und Ursprung ich nicht kenne, aber dessen Melodie und Text mich auf meinem Weg begleiten, einhergehend mit der Erinnerung an einen geschätzten Weggefährten, der im September 2020 auf tragische Weise tödlich verunglückt ist. Durch ihn habe ich dieses Lied kennengelernt und ich bin ihm dafür so dankbar. Sein Gesang klingt noch heute in meinen Ohren und in meinem Herzen. Ich trage das Lied auch für ihn weiter.