Der Weg ist das Ziel ...

... und jeder Weg ist anders



FLOW

"Im Fluss des Lebens weitergeh'n, schauen immer neu. Gemeinsam merken, was es braucht. Dem Herzen bleib ich treu."*
(Quelle: mir unbekannt)

Wenn du von mir informiert werden willst, sobald ich hier wieder etwas veröffentliche oder du mir Feedback zu meinen Gedanken geben magst, schreib mir sehr gerne eine Mail.

Glücklich sein durch Selbstverbundenheit

(20. Juni 2021)

Im September habe ich auf einen Schlag meinen Partner, gewissermaßen auch meine Kinder, mein Zuhause, den Ort, wo ich gerade dabei war, mein Herzensbusiness aufzubauen und zusätzlich noch durch einen tragischen Unfall einen geschätzten Weggefährten "verloren".

Ich bin froh und dankbar, dass ich mir dann viel Zeit zum Trauern genommen habe, dass ich mich auf diesen intensiven Trauerprozess voll einlassen konnte. Das war so wichtig und heilsam!

Durch die vielen äußeren Umstände - Corona hat das Ganze nochmal verschärft - gezwungenermaßen auf mich selbst zurückgeworfen zu werden, war einerseits super hart und schmerzhaft, andererseits das größte Geschenk, das mir passieren konnte.  

Denn dadurch habe ich gelernt, was es heißt und dass es möglich ist, auch alleine bzw. aus mir heraus glücklich zu sein und mein Glück nicht von anderen Menschen oder den äußeren Umständen abhängig zu machen.

Ich habe zum einen mich selbst ganz neu kennengelernt, zum anderen wundervolle Begegnungen mit ganz unterschiedlichen Menschen erleben dürfen, Begegnungen mit einer für mich ganz neuen Qualität (wobei erste Begegnungen dieser Art definitiv auch schon vorher stattgefunden haben!).  Dafür bin ich so dankbar!

Egal, ob ich gerade alleine oder zusammen mit anderen bin, darf mein Herz nun so oft tanzen. Davon bin ich ganz beseelt! Mit anderen Worten: ich bin glücklich durch die wiedergefundene Verbundenheit mit mir selbst, die es mir erst ermöglicht, wahrhaft in Verbindung mit anderen zu gehen!

 Wohlbefinden für Kinder und Jugendliche

(15. Mai 2021)

Quelle: pixabay

Was Kinder und Jugendliche meines Erachtens derzeit womöglich mehr denn je brauchen, sind Orte und Erlebnisse des Wohlbefindens und der Freude. Denn diese, gepaart mit einer bewussten Auseinandersetzung mit sich selbst sind die Basis, um mit den gegenwärtigen Herausforderungen konstruktiv umgehen zu können, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken und den eigenen Weg trotz aller Unsicherheiten im Außen gestärkt weiterzuverfolgen.

Meiner Meinung nach sollte es insbesondere aktuell ein Anliegen von Schulen sein, die Schülerinnen und Schüler dort abzuholen, wo sie gerade sind, also nicht ausschließlich Fachinhalte zu vermitteln. Es sollte ein Ziel u.a. auch unserer Bildungseinrichtungen sein, in den Blick zu nehmen, wie es den Kindern und Jugendlichen gerade geht und das zum Thema zu machen, was sie aktuell bewegt, was sie belastet, worüber sie sich Sorgen machen.

Wenn diese Themen und Fragen wie „Wer bin ich? Was kann ich? Was will ich? Was brauche ich?“ ausreichend Raum bekommen, können Kinder und Jugendliche so gestärkt werden, dass sie auch fachliche Lerninhalte besser aufnehmen und mit diesen sinnvoll weiterarbeiten können.

Entsprechend ist es mir ein Anliegen, sowohl inner- als auch außerhalb von Schule Räume zu schaffen, in denen Kinder und Jugendliche diesen Fragen nachgehen können. Wenn du dich dafür interessierst oder wenn du dich gemeinsam mit mir dafür stark machen willst, nimm sehr gerne Kontakt mit mir auf.

Plädoyer fürs Fühlen

(24. April 2021)

Ein guter Freund erzählte mir mal von seinem Weg aus der Alkoholsucht.

„Das mit Abstand Heftigste und Langwierigste bei dem Prozess war der Umstand, es plötzlich wieder mit dem ‚echten‘ eigenen Fühlen zu tun zu bekommen,“ meinte er.

Er trinkt nun seit fast 20 Jahren nicht mehr, aber diese Sache mit dem echten Fühlen findet er nach wie vor unheimlich schwierig. Und da gibt er nicht nur seiner Suchtstruktur die Schuld daran.

Gibt es denn nicht immer wieder Situationen und Bereiche, wo das echte Fühlen scheinbar nicht angebracht ist? Weil wir in unserer Gesellschaft kaum ermutigt werden, unsere Gefühle zuzulassen und auszuleben, müssen wir das Fühlen also erst wieder lernen. Das geht nicht von heute auf morgen. Auf dem Weg zurück zum Fühlen brauchen wir eine ordentliche Portion Mut, Geduld und Vertrauen, vor allem aber auch Zuwendung zu und Wohlwollen gegenüber uns selbst.

Durch die liebevolle, geduldige Hinwendung zu uns selbst ist es möglich, das Fühlen wieder zu lernen. Das habe auch ich am eigenen Leib erfahren und bin dafür von Herzen dankbar, auch wenn es manchmal wehtut.

Quelle: pixabay

Und wie heißt es so schön: Hart bricht, weich gibt nach. Die „Härte“ des Nichtfühlens führt meines Erachtens früher oder später dazu, dass Menschen zerbrechen. Wir brauchen auch die „Weichheit“ des Fühlens, insbesondere des Mitfühlens mit uns selbst und anderen, aber auch das Wahr- und Ernstnehmen unserer Körperempfindungen und Emotionen, um wahrhaft stark und widerstandsfähig, mit anderen Worten RESILIENT zu sein.

Meine eigene Resilienz zu trainieren bedeutet für mich also auch, mein Herz zu öffnen und mich auf die stärkende Kraft des Fühlens einzulassen!

"Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" als Booster für oder gegen unser gesellschaftliches Dilemma?!?

(27. Februar 2021)

Wie jetzt? Es wäre doch alles wunderbar, wenn wir alle diesem Satz folgen würden. Ja und nein. Würden wir uns tatsächlich alle so lieben, wie wir sind, mit all unseren Fehlern, Macken, Schatten und würde es uns dann auch noch gelingen jedes andere Lebewesen genauso zu lieben, dann lebten wir in wahrhaft paradiesischen Verhältnissen.

Aktuell sind wir davon jedoch noch weit entfernt. Denn entweder wird das Konzept der Selbstliebe als rein egoistisches Streben nach dem (vermeintlich) eigenen Vorteil und Nutzen verstanden oder aber wir konzentrieren uns zu sehr auf unsere eigenen Defizite und versuchen womöglich uns durch die (vermeintliche) Liebe, die wir anderen schenken selbst einen (vermeintlichen) Wert zu geben.

Beides hat meines Erachtens mit Selbstliebe nichts zu tun. Im Gegenteil. Und wenn wir auf Basis eines solch destruktiven Selbstliebeverständnisses dann unseren Nächsten lieben wollen wie uns selbst, brauchen wir uns nicht wundern, wenn dies nicht gerade zu einem wertschätzenden und liebevollen Miteinander beiträgt.

Quelle: pixabay

Was wir also brauchen ist ein neues Bewusstsein für uns selbst, einen wohlwollenden und liebevollen Umgang mit uns selbst. Dann wird es uns auch Schritt für Schritt gelingen anderen mit der Liebe und Wertschätzung zu begegnen, die wir alle verdient haben, die eigentlich selbstverständlich sein sollte.

Das geht natürlich nicht von heute auf morgen. Hierbei geduldig mit uns selbst zu sein ist auch ein Zeichen von Wohlwollen und Liebe. Womöglich ist die gesamte Vorstellung auch eine utopische Vision. Aber sind es nicht solche Visionen, die uns im positiven Sinne anspornen, Dinge zu verändern? Schritt für Schritt mit dem aufzuhören, was uns nicht guttut und uns immer mehr in eine Richtung zu bewegen, die unser Herz öffnet und ein Gefühl von freudiger Lebendigkeit in uns erwachen lässt? Ich habe mich auf diesen Weg gemacht und kann nur sagen: für mich gibt es kein Zurück!


Mit Resilienz den Wandel in unserer Welt aktiv mitgestalten 

(Februar 2021)

Der Wandel in unserer Welt ist unaufhaltbar. Das war vor Corona schon so, aber die Krise zwingt uns nun noch mehr zum Umdenken und zu einer veränderten Haltung. Wie das bei Krisen so ist, steckt also auch in dieser Krise eine große Chance, selbst wenn meines Erachtens immer noch viel zu viele glauben, dass wir, sobald die Pandemie unter Kontrolle ist (wird sie das aber jemals sein bzw. was kommt dann als nächstes?!?), wieder zur altbekannten Normalität zurückkehren und uns weiterhin an all das klammern können, was uns bisher vermeintliche Sicherheit gegeben hat.

Wenn im Außen so viel Unsicherheit herrscht, ist es umso wichtiger Sicherheit im Innern zu finden bzw. zu vertrauen, dass wir alles in uns haben, mit dem wir jedwede Veränderung in unserem Leben mitgestalten können.

Wissen ist nicht alles bzw. hilft uns nur bedingt, besonders wenn wir in bestimmten Bereichen noch gar kein Wissen, keine Erfahrungswerte haben. Wir müssen und können nicht alles wissen. Wir dürfen auch einmal nicht wissen. Wissen hin oder her, es geht erstmal darum, die Veränderungen in unserem Leben grundsätzlich willkommen zu heißen, sie zu akzeptieren, auch wenn wir (noch) nicht alles verstehen.

Wir wollen immer Sofortlösungen. Lösungen müssen aber reifen. Das gilt es auszuhalten bis sich Klarheit und ein Impuls zu Handeln einstellen.

Insbesondere in dieser Zeit des Reifens braucht es mehr: Es braucht Vertrauen, es braucht Herz, es braucht ein Gespür für unsere Körper, es braucht ein Gefühl der Verbundenheit in uns, mit anderen und mit der Natur.

Auch wenn wir nachhaltige Veränderungen nur gemeinsam erreichen, beginnt der Wandel selbst also in jedem einzelnen.

Und diesen Wandel in uns können wir voranbringen, indem wir beispielsweise unsere Resilienzfaktoren stärken. Zu diesen Faktoren zählen: Lösungsorientierung (statt Problemorientierung), Optimismus, Opferrolle verlassen (Selbstwirksamkeit!), Verantwortung übernehmen, Akzeptanz, Netzwerkorientierung und Zukunftsplanung.

Durch den Ausbau dieser Faktoren werden wir resilienter, entwickeln wir den Mut, die Kraft und Stärke, den Herausforderungen des Lebens standzuhalten und können gemeinsam mit anderen neue, zukunftsträchtige Wege einschlagen, wenn die Zeit denn dafür reif ist.

Das wünsche ich dir für 2021

Ich wünsche dir ein Jahr, in dem du dich an der strahlenden Buntheit der Natur und des Lebens erfreuen kannst.


Ein Jahr, in dem du die Dinge auch mal aus der Vogelperspektive betrachtest.


Ein Jahr, in dem du, auch wenn es an der ein oder anderen Stelle bröckelt, dennoch auf deine tragenden Säulen vertrauen kannst.


Ein Jahr, in dem du die Zartheit und Mächtigkeit in dir und anderen erkennst.


Ein Jahr, in dem du dich weich gebettet weißt.


Ein Jahr der wachsenden Tunnelblicköffnung.


Ein Jahr, in dem dein Leben immer wieder so langsam fließen darf,


dass du die Konturen und farbenfrohen Zeichnungen,


das Licht am Übergang von Tag und Nacht,


einfach all das Schöne, nahezu Märchenhafte in dir und um dich herum bewusst wahrnehmen und erleben kannst.

Das Leben ist unberechenbar wunderbar!

In diesem Sinne einen geerdeten Start ins neue Jahr!


Plädoyer für Einsamkeit in Verbundenheit 
(Dezember 2020)

Grundsätzlich freue ich mich am Leben, bin offenherzig und fühle mich mit vielen Menschen herzlich verbunden. Und dennoch weiß ich nur zu gut wie sich Einsamkeit anfühlt, wie mächtig dieses Gefühl sein kann, wie ohnmächtig sie mich fühlen lassen kann, die Einsamkeit.

Ich habe aber auch erlebt, wie heilsam es sein kann, mich auf dieses Gefühl der Einsamkeit wirklich einzulassen, es zu akzeptieren und anzuerkennen anstatt es einfach nur so schnell wie möglich wieder loshaben zu wollen. Daher lasse ich mich, wenn die Einsamkeit mal wieder spürbar wird, nun so gut ich kann auf sie ein, lass sie einfach da sein. Denn sie gehört zu mir. Und wenn sie sich meldet, hat das gute Gründe.

Mit dieser Haltung fühlt sie sich dann gleich gar nicht mehr so schwer an, die Einsamkeit. Und als ich neulich einfach einer Freundin am Telefon erzählt habe, dass ich mich gerade so einsam fühle, ging es mir allein dadurch, dass ich es ausgesprochen und vor jemand anderem bezeugt habe, danach besser ... und das obwohl oder gerade weil mir währenddessen die Tränen kamen ...

Jetzt mag manch einer vielleicht sagen, dass das doch wirklich keine weltbewegende neue Erkenntnis ist. Weiß ich und muss es auch nicht sein. Für mich war es dennoch eine heilsame Erfahrung und dafür, dass ich diese bewusst so erlebt und wahrgenommen habe, bin ich dankbar.

Was ich in meinem Leben auch wiederholt erlebt und inzwischen verstanden habe ist, dass es kein Rezept gegen Einsamkeit ist, andere Menschen um mich zu haben, insbesondere dann nicht, wenn mit diesen Menschen keine echte Verbundenheit besteht. Und eine tiefe, spürbare und wohltuende Verbundenheit zu anderen ist meiner Erfahrung nach nur möglich, wenn wir uns gegenseitig an unseren Gefühlen teilhaben lassen. Dafür muss ich mich jedoch zunächst einmal mit mir selbst verbunden fühlen. Und das wiederum kann ich nur, wenn ich auch "unschöne" Gefühle wie Einsamkeit in mir zulasse.

Einsamkeit ist nichts, wofür man sich schämen müsste oder wovor man Angst haben sollte. Sich in seiner Einsamkeit und seinem Schmerz oder auch seiner Angst zu zeigen ist meines Erachtens ein Zeichen von Mut und Stärke.

Wenn dir jetzt aktuell vielleicht noch der Mut fehlen sollte, vor dir und anderen zu deiner Einsamkeit zu stehen, stell dir doch einfach mal diese Frage: Was kann denn schon passieren? Und was auch immer dir dann in den Sinn kommt, - abgesehen davon, dass wir in Wirklichkeit meist gar nicht die Reaktionen erhalten, die sich unsere angstgesteuerte Vorstellungskraft ausmalt - kann es denn wirklich schlimmer sein als das ohnmächtige Gefühl der Einsamkeit selbst? Probier's aus und find's raus! Was kann denn schon passieren?

Was es mir trotz dieser Erkenntnis hin und wieder erschwert, tatsächlich den ersten Schritt aus der manchmal noch immer lähmenden Ohnmacht und Starre der Einsamkeit, Trauer oder Angst zu gehen, ist das Gefühl, einfach nicht die nötige Energie zu haben. Sollte es dir auch so gehen, möchte ich dich hier und jetzt ermutigen gerade in der Einsamkeit oder anderen dich lähmenden Gefühlszuständen all deine vorhandenen Energien zu bündeln und FÜR DICH den ersten, vielleicht noch so kleinen Schritt aus der Starre zu mehr Verbundenheit mit dir und anderen zu gehen. Wenn die Einsamkeit, die Angst, die Trauer, ... da sein dürfen, du dich aber nicht von ihnen lähmen lässt, kann auch wieder mehr Energie und Lebensfreude in dir fließen!

Letztendlich bin ich neben so vielem anderen auch für all diese "schweren" Gefühle dankbar, selbst wenn sie sich im Moment des Erlebens oft so "unschön" anfühlen. Sie dürfen da sein, um irgendwann - und meist dauert das dann auch gar nicht lange - wieder zu gehen und Platz für Freude und Leichtigkeit zu machen.

Den aktuellen Lockdown sehe ich als Chance, wieder bewusst mit sich selber und seinen Gefühlen - den liebsamen und unliebsamen - in Kontakt zu kommen. Denn in der sonst üblichen Geschäftigkeit unseres Lebens sind unsere Gefühle, die Einsamkeit eingeschlossen, ja trotzdem da, nur eben aufgrund der ständigen Ablenkung meist nicht so deutlich spürbar. Vielleicht ist gerade jetzt die Zeit zum Spüren üben!?!

Ja, und dadurch, dass aktuell gleichzeitig ganz viele Menschen in einer ähnlichen Situation sind, können wir vielleicht gerade durch das gegenseitige Bekennen und Erzählen von unseren Gefühlen, der Einsamkeit, unseren Ängsten und Sorgen, aber auch unserer Freude und Zuversicht - und sei es auch erstmal "nur" im virtuellen Raum - ein Gefühl der Verbundenheit schaffen, das insbesondere in der gegenwärtigen Situation wohltuend und heilsam sein kann.

*Das Eingangszitat oben stammt aus einem Lied, dessen Namen und Ursprung ich nicht kenne, aber dessen Melodie und Text mich auf meinem Weg begleiten, einhergehend mit der Erinnerung an einen geschätzten Weggefährten, der im September 2020 auf tragische Weise tödlich verunglückt ist. Durch ihn habe ich dieses Lied kennengelernt und ich bin ihm dafür so dankbar. Sein Gesang klingt noch heute in meinen Ohren und in meinem Herzen. Ich trage das Lied auch für ihn weiter.