Der Weg ist das Ziel ...

... und jeder Weg ist anders



FLOW

"Im Fluss des Lebens weitergeh'n, schauen immer neu. Gemeinsam merken, was es braucht. Dem Herzen bleib ich treu." 
(Quelle: mir unbekannt)


Bei meinen Überlegungen, wie ich diese Unterseite nennen könnte, auf der ich für mich wertvolle Erkenntnisse teilen möchte, kam mir der Begriff "Flow" in den Sinn. Und weil sich das in mir stimmig anfühlt und der Name Programm sein soll, werde ich hier nur das niederschreiben, was tatsächlich im Flow entsteht. Wann und wie oft das sein wird, kann ich nicht sagen. Aber wenn du von mir informiert werden willst, sobald ich hier wieder etwas veröffentliche oder du mir Feedback zu meinen Gedanken geben magst, schreib mir sehr gerne eine Mail.


Das Eingangszitat oben stammt aus einem Lied, dessen Namen und Ursprung ich nicht kenne, aber dessen Melodie und Text mich seit ein paar Monaten auf meinem Weg begleiten, einhergehend mit der Erinnerung an einen geschätzten Weggefährten, der vor Kurzem auf tragische Weise tödlich verunglückt ist. Durch ihn habe ich dieses Lied kennengelernt und ich bin ihm dafür so dankbar. Sein Gesang klingt noch heute in meinen Ohren und in meinem Herzen. Ich trage das Lied auch für ihn weiter.


Das wünsche ich dir für 2021

Ich wünsche dir ein Jahr, in dem du dich an der strahlenden Buntheit der Natur und des Lebens erfreuen kannst.


Ein Jahr, in dem du die Dinge auch mal aus der Vogelperspektive betrachtest.


Ein Jahr, in dem du, auch wenn es an der ein oder anderen Stelle bröckelt, dennoch auf deine tragenden Säulen vertrauen kannst.


Ein Jahr, in dem du die Zartheit und Mächtigkeit in dir und anderen erkennst.


Ein Jahr, in dem du dich weich gebettet weißt.


Ein Jahr der wachsenden Tunnelblicköffnung.


Ein Jahr, in dem dein Leben immer wieder so langsam fließen darf,


dass du die Konturen und farbenfrohen Zeichnungen,


das Licht am Übergang von Tag und Nacht,


einfach all das Schöne, nahezu Märchenhafte in dir und um dich herum bewusst wahrnehmen und erleben kannst.

Das Leben ist unberechenbar wunderbar!

In diesem Sinne einen geerdeten Start ins neue Jahr!


Plädoyer für Einsamkeit in Verbundenheit  (Dezember 2020)

Grundsätzlich freue ich mich am Leben, bin offenherzig und fühle mich mit vielen Menschen herzlich verbunden. Und dennoch weiß ich nur zu gut wie sich Einsamkeit anfühlt, wie mächtig dieses Gefühl sein kann, wie ohnmächtig sie mich fühlen lassen kann, die Einsamkeit.

Ich habe aber auch erlebt, wie heilsam es sein kann, mich auf dieses Gefühl der Einsamkeit wirklich einzulassen, es zu akzeptieren und anzuerkennen anstatt es einfach nur so schnell wie möglich wieder loshaben zu wollen. Daher lasse ich mich, wenn die Einsamkeit mal wieder spürbar wird, nun so gut ich kann auf sie ein, lass sie einfach da sein. Denn sie gehört zu mir. Und wenn sie sich meldet, hat das gute Gründe.

Mit dieser Haltung fühlt sie sich dann gleich gar nicht mehr so schwer an, die Einsamkeit. Und als ich neulich einfach einer Freundin am Telefon erzählt habe, dass ich mich gerade so einsam fühle, ging es mir allein dadurch, dass ich es ausgesprochen und vor jemand anderem bezeugt habe, danach besser ... und das obwohl oder gerade weil mir währenddessen die Tränen kamen ...

Jetzt mag manch einer vielleicht sagen, dass das doch wirklich keine weltbewegende neue Erkenntnis ist. Weiß ich und muss es auch nicht sein. Für mich war es dennoch eine heilsame Erfahrung und dafür, dass ich diese bewusst so erlebt und wahrgenommen habe, bin ich dankbar.

Was ich in meinem Leben auch wiederholt erlebt und inzwischen verstanden habe ist, dass es kein Rezept gegen Einsamkeit ist, andere Menschen um mich zu haben, insbesondere dann nicht, wenn mit diesen Menschen keine echte Verbundenheit besteht. Und eine tiefe, spürbare und wohltuende Verbundenheit zu anderen ist meiner Erfahrung nach nur möglich, wenn wir uns gegenseitig an unseren Gefühlen teilhaben lassen. Dafür muss ich mich jedoch zunächst einmal mit mir selbst verbunden fühlen. Und das wiederum kann ich nur, wenn ich auch "unschöne" Gefühle wie Einsamkeit in mir zulasse.

Einsamkeit ist nichts, wofür man sich schämen müsste oder wovor man Angst haben sollte. Sich in seiner Einsamkeit und seinem Schmerz oder auch seiner Angst zu zeigen ist meines Erachtens ein Zeichen von Mut und Stärke.

Wenn dir jetzt aktuell vielleicht noch der Mut fehlen sollte, vor dir und anderen zu deiner Einsamkeit zu stehen, stell dir doch einfach mal diese Frage: Was kann denn schon passieren? Und was auch immer dir dann in den Sinn kommt, - abgesehen davon, dass wir in Wirklichkeit meist gar nicht die Reaktionen erhalten, die sich unsere angstgesteuerte Vorstellungskraft ausmalt - kann es denn wirklich schlimmer sein als das ohnmächtige Gefühl der Einsamkeit selbst? Probier's aus und find's raus! Was kann denn schon passieren?

Was es mir trotz dieser Erkenntnis hin und wieder erschwert, tatsächlich den ersten Schritt aus der manchmal noch immer lähmenden Ohnmacht und Starre der Einsamkeit, Trauer oder Angst zu gehen, ist das Gefühl, einfach nicht die nötige Energie zu haben. Sollte es dir auch so gehen, möchte ich dich hier und jetzt ermutigen gerade in der Einsamkeit oder anderen dich lähmenden Gefühlszuständen all deine vorhandenen Energien zu bündeln und FÜR DICH den ersten, vielleicht noch so kleinen Schritt aus der Starre zu mehr Verbundenheit mit dir und anderen zu gehen. Wenn die Einsamkeit, die Angst, die Trauer, ... da sein dürfen, du dich aber nicht von ihnen lähmen lässt, kann auch wieder mehr Energie und Lebensfreude in dir fließen!

Letztendlich bin ich neben so vielem anderen auch für all diese "schweren" Gefühle dankbar, selbst wenn sie sich im Moment des Erlebens oft so "unschön" anfühlen. Sie dürfen da sein, um irgendwann - und meist dauert das dann auch gar nicht lange - wieder zu gehen und Platz für Freude und Leichtigkeit zu machen.

Den aktuellen Lockdown sehe ich als Chance, wieder bewusst mit sich selber und seinen Gefühlen - den liebsamen und unliebsamen - in Kontakt zu kommen. Denn in der sonst üblichen Geschäftigkeit unseres Lebens sind unsere Gefühle, die Einsamkeit eingeschlossen, ja trotzdem da, nur eben aufgrund der ständigen Ablenkung meist nicht so deutlich spürbar. Vielleicht ist gerade jetzt die Zeit zum Spüren üben!?!

Ja, und dadurch, dass aktuell gleichzeitig ganz viele Menschen in einer ähnlichen Situation sind, können wir vielleicht gerade durch das gegenseitige Bekennen und Erzählen von unseren Gefühlen, der Einsamkeit, unseren Ängsten und Sorgen, aber auch unserer Freude und Zuversicht - und sei es auch erstmal "nur" im virtuellen Raum - ein Gefühl der Verbundenheit schaffen, das insbesondere in der gegenwärtigen Situation wohltuend und heilsam sein kann.